«Unternehmerisch tätig zu sein bedarf Engagement, Risikobereitschaft und Erfindungsgeist. In Design, Kunst und Medien legen wir Wert auf den Sinn von Erfindungen und möchten die Qualität von unternehmerischen Aktivitäten stärken. Unternehmerisches Handeln und Denken beinhaltet auch die Fähigkeit, ökonomische Modelle und Möglichkeiten zu entwickeln. Diese Aspekte werden wir mit dem Know How von Fachpersonen aus unterschiedlichen Bereichen unterstützen.»

Kirsten Langkilde

«Ich schätze die Initiative Swiss Cultural Entrepreneurship sehr, da sie aufzeigt, dass die Kombination von inhaltlich begründeter Arbeit in einem unternehmerischen Umfeld kein Widerspruch sein muss. Im Gegenteil ergänzen sich die Bereiche – bei Einsatz der richtigen Hilfsmittel. Die ehemaligen Studenten werden mit vielfältigen Beispielen aus der Praxis darin unterstützt, ihre Ideen in einem Unternehmen erfolgreich zu realisieren.»

Marc Zehntner, Direktor Vitra Design Museum

«Of the various violences that modern economic and entrepreneurial fervours have imposed upon creative acts both material and mental, few are more vile than the surreptitious or unauthorised use of sensitive ideas and articulate knowledges. Leveraged solely in the service of monetary profit, always exacting a measure of control and producing monotonic vectors of personal and communal exploitation, we who are involved in these acts must develop counter-measures and alt-strategies, ways of disappearing the fruits of our labours before they are machically harvested. Art is a means of orienting our outputs in opposition to powers that stipulate use values devoid of, and always before, values of sympathy, empathy and love.»

Jamie Allen, IXDM Senior Researcher

«Der Erfolg jeder Unternehmung ist das eigene gestalterische Engagement. Gerade das Gespür für kulturelle Veränderungen und Strömungen zeichnen den Designer/ Gestalter aus und gibt ihm die Fähigkeit sich unternehmerisch zu engagieren. Höhen und Tiefen gehören dazu, sich mit Anderen auszutauschen und an ihren Erfahrungen zu partizipieren hilft dabei das eigene unternehmerische Engagement zu reflektieren.»

Sebastian Fischenich, Gründer und Creative Director von Humiecki & Graef / Creative Director von Bel Epok GmbH

Swiss Cultural Challenge unterstützt junge Kreativschaffende bei der Entwicklung ihrer Projekte.

Die Förderplattform Swiss Cultural Challenge bietet maximal 25 Absolvierenden von Kunst-, Gestaltungs- und Musikhochschulen ein zugeschnittenes Angebot an Mentorings, Workshops und den Zugang zu einem professionellen Netzwerk. Ziel des Programms ist es, das komplexe Verhältnis zwischen Ökonomie und Ästhetik in der Phase der Unternehmungsgründung zu thematisieren und die Entwicklung von visonären oder innovativen Projekten zu unterstützen.

Ein internationales Team von Mentorinnen und Mentoren coacht die Teilnehmenden von Swiss Cultural Challenge. Darunter sind erfahrene Kulturschaffende wie Simone Koller (Grafikdesignerin und Mitbegründerin des Studio noi, Zürich), Sebastian Fischenich (Produktdesigner und Creative Director der Agentur Bel Epok, Köln und Zürich), Darjan Hil (Mitbegründer der Agentur YAAY und Mitbegründer des Co-Working-Space Kleinhafenbasel, Basel), Thomas Wüthrich (Designer und Mitbegründer von Inchfurniture, Basel), Matthias Einhoff (Künstler und Kurator sowie Direktor und Mitbegründer des Zentrums für Kunst und Urbanistik, Berlin), Janine Widler (Kommunikationswissenschaftllerin und Kulturmanagerin, Mitbegründerin der Brandingagentur hej, Zürich) sowie Friederike von Wedel-Parlow (Modedesignerin und Gründerin des Beneficial Design Instituts, Berlin), Daniel Hunziker (Gründer von Daniel Hunziker Design Works) und Daniel Dettwiler (Audiodesigner und Inhaber von Idee und Klang, Basel). Ergänzend dazu erhalten Teilnehmende persönliche Beratungen im Bereich Betriebsökonomie von Christine Loosli (Dozentin für Entrepreneurship an der Hochschule für Wirtschaft FHNW sowie Co-Geschäftsleitung Technopark Aargau, Schwerpunkt Start-up Förderung). In Workshops teilen Persönlichkeiten aus Design, Kunst, Musik und Wirtschaft im Rahmen von Workshops ihr Fachwissen.

Drei herausragende Geschäftsideen werden von einer Fachjury prämiert. Hauptkriterium sind der gesellschaftliche Wert des Projektes und die gelungene Synthese zwischen Ästhetik und Ökonomie. Das Preisgeld für Teilnehmende mit herausragenden Projekt- und Unternehmenskonzepten beträgt insgesamt CHF 30.000. Das Preisgeld wird von der Christoph Merian Stiftung finanziert.

Der Wettbewerb Swiss Cultural Challenge richtet sich an Kreative, die in der Schweiz ansässig sind und mindestens einen Bachelor-Abschluss in Kunst, Design oder Musik nachweisen können. Teilnehmen können Einzelpersonen sowie Teams. Die Verständigungssprache ist Deutsch.

Awardverleihung der Swiss Cultural Challenge 2017/18

Am 15. März 2018 wurden die Awards in der ersten Durchführung des Wettbewerbs SWISS CULTURAL CHALLENGE vergeben. Dies in feierlichem Rahmen an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel. Das Rennen machten Sabina Brägger, Frank Imhof und Eveline Wüthrich. Die Jury bewertete ihre Projekte als gesellschaftlich relevant und in der Synthese von Ästhetik und Ökonomie überzeugend.

Die Gewinnerinnen und Gewinner
Tactile Audio von Cedric Spindler (und Frederic Robinson)

Das Interaktionsdesign dieses neuartigen Instrumentes thematisiert die Schnittstelle zwischen Mensch und Elektronik: Multi-Touch Trackpads sind zwar weit verbreitet, kommen im elektronischen Instrumentenmarkt jedoch nicht vor. «Tactile Audio» setzt auf diese Technik und schafft so ein innovatives Instrument, das auf einem vertrauten Gestenrepertoire basiert.

Monikaa.
Das Sprachlehrmittel «Mein Aufenthalt in …» von Aline Wagner und Adriano Diethelm gründet auf dem Sprachreichtum der Schweiz. Mögliche Sprachbarrieren zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern oder mit Touristinnen und Touristen können durch Interaktion und kulturelles Erleben, die dieses innovative Printprodukt in seiner Nutzung vor Ort stimuliert, überwunden werden.

Kunstdepot von Marcel Freymond, (Susanne König und Stephan Habegger Hefti)
 
Das Projekt weist auf brisante Probleme und Veränderungen im Kunstmarkt, bricht mit tradierten Rollenverteilungen zwischen Galerie und Kunstproduktion, und zeigt Lösungswege für die sichere Lagerung sowie analoge wie digitale Vermittlung von Kunstwerken.

1. Platz: Cedric Spindler und Frederic Robinson gewinnen 10’000 CHF für ihr Projekt ‚Tactile Audio‘.

2. Platz: Aline Wagner und Adriano Diethelm bei der Präsentation ihres Projektes ‚Mein Aufenthalt in…‘.

3. Platz: Susanne König, Marcel Freymond und Stephan Habegger Hefti erhalten den Gewinnerpreis für das Projekt ‚Kunstdepot‘.