Die Aufnahme zur Swiss Student Sustainability Challenge erfolgt über die Geschäftsstelle der Swiss Student Sustainability Challenge.

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Nach erfolgter Anmeldung nimmt die Leiterin der Geschäftsstelle Kontakt mit den Teilnehmenden auf. Im Anschluss an ein kurzes Gespräch erfolgt die Ausarbeitung des Konzepts. Einsendeschluss hierfür ist der 31. Mai 2017. Aufgrund der grossen Nachfrage wurde der Einsendeschluss auf den 15. Juni 2017 verschoben. Ab dem Zeitpunkt der Bestätigung ihrer Anmeldung erhalten die Teilnehmenden Zugang zu allen Leistungen der Swiss Student Sustainability Challenge.

Zielgruppe und berechtigt zur Teilnahme an der Swiss Student Sustainability Challenge sind Einzelpersonen oder Teams, die sich gesellschaftlich engagieren möchten. Voraussetzung ist, dass sie als Studierende an einer Hochschule in der Schweiz in einem konsekutiven Studiengang (Bachelor oder Master) eingeschrieben sind. Bei Teams müssen mindestens die Hälfte der Teammitglieder die genannten Kriterien erfüllen, wobei Studierende aus einem konsekutiven Studiengang wesentlich an der Leitung des Projekts beteiligt sein sollen.

Im Anschluss an das Initialgespräch können Projekte, die sich für eine Weiterführung im Rahmen der Swiss Student Sustainability Challenge eignen eingereicht werden.

Auch wenn sie noch keine konkrete Projektidee haben, können sich Studierende jederzeit an die Geschäftsstelle der SSSC wenden, um sich bezüglich eines gesellschaftlichen Engagements unabhängig von der Challenge beraten zu lassen. Die Geschäftsstelle bietet im Rahmen ihrer Möglichkeiten Unterstützung an u.a., was Kontakte und Vernetzung betrifft.

Ein Projekt kann einmalig oder wiederholt an der Challenge teilnehmen. Ausgenommen davon sind die Projekte, die im Rahmen der Challenge bereits einmal prämiert wurden. Studentische Projekte, die sich bereits im Umsetzungsstadium befinden, dürfen maximal vor zwei Jahren initiiert worden sein. Die Geschäftsstelle der Swiss Student Sustainability Challenge behält sich das Recht vor, ohne weitere Begründung eine Teilnahme zu verweigern oder Teilnehmende aus dem Wettbewerb auszuschliessen.

Die Unterstützungsleistungen bestehen im Wesentlichen aus Veranstaltungen zum gemeinsamen Gedankenaustausch (Workshops), Netzwerkanlässe, Trainings für die Pitches, Coachingleistungen und nicht zuletzt mindestens eine Präsentation (für die aussichtsreichsten Projekte: zwei Präsentationen) vor erfahrenen Jurymitglieder, welche die eingereichten Projekte kritisch prüfen, direkte Feedbacks zur Qualität und den Aussichten eines Projekts und konkrete Verbesserungsvorschläge machen und schliesslich diejenigen Projekte benennen, die zur Finalpräsentation zugelassen werden.
Mit den Workshops sollen vor allem diejenigen Studierenden angesprochen werden, die nicht in anderen „Gefässen“ wie beispielsweise Lehrveranstaltungen die Möglichkeit erhalten, Ideen zu entwickeln und in eine Projektskizze weiterzuentwickeln.
Die Netzwerkanlässe (z.B. Brownbags oder Abendveranstaltungen) sollen den Studierenden die Gelegenheit zum Austausch bieten und sich von Referierenden, die bereits erfolgreich eine Idee in die Realität umgesetzt haben, inspirieren zu lassen. Auf Wunsch und Bedarf der Studierenden werden spezielle Trainings für die Pitches angeboten, in denen die Studierenden lernen können, wie man eine Idee bzw. ein Projekt professionell präsentiert und auf kritische Rückfragen souverän antwortet.
Auf die Coachingleistungen haben alle Teilnehmenden an der SSSC einen Anspruch, solange sie sich im Wettbewerb befinden. Dabei stehen jedem Projekt in der ersten Phase vier Coachingstunden zur Verfügung, den Projekten, die in die Finalrunde gelangen jeweils weitere acht Stunden.
Das Coaching-Netzwerk umfasst einerseits Fachleute aus der FHNW und anderen Hochschulen, die den Studierenden für spezifische, ihr Projekt betreffenden Fragen (z.B. aus den Gebieten Recht, Marketing, Rechnungswesen etc.) zur Verfügung stehen, als auch externe Coaches, die den Studierenden mit ihrem Know-how beratend zur Verfügung zu stehen und sie ggbf. mit wichtigen Personen oder Organisationen in Kontakt zu bringen.
Die Präsentationen der Projekte sind ein weiteres Kernelement des Wettbewerbs: Die Studierenden müssen in einer ersten Runde zunächst eine Vorrunden-Jury innerhalb von zehn Minuten von ihrer Projektidee überzeugen; gehören sie nach Einschätzung dieser Jury zu den zehn erfolgreichsten Ideen/Projekten erreichen sie die Endrunde, in der sie ihr zu einem Sustainable Innovation Plan ausgearbeitetes Konzept innerhalb von zwanzig Minuten der Finaljury präsentieren müssen.

Von der Idee zum Sustainable Innovation Plan

Die Swiss Student Sustainability Challenge ist in drei Phasen unterteilt:

Phase I: Entwicklung einer innovativen Idee zur Lösung einer gesellschaftlichen oder ökologischen Herausforderung

Phase II: Konkretisierung der Herausforderung und Entwicklung eines innovativen integralen Lösungsansatzes (Sustainable Innovation)

Phase III: Professionellen Sustainable Innovation Plan erstellen

Phase I: Entwicklung einer innovativen Idee zur Lösung einer gesellschaftlichen oder ökologischen Herausforderung

Die Ideenentwicklung kann innerhalb verschiedener „Settings“ geschehen, z.B. im Rahmen einer Lehrveranstaltung, in der diese konzeptionelle Lösungsentwicklung als (Teil einer) Prüfungsleistung vorgegeben ist, im Rahmen der Erstellung einer Projektarbeit oder Bachelorarbeit oder aber im Rahmen einer der Workshops, die zur Generierung neuer, innovativer Ideen gezielt kostenlos angeboten wird. Alle Einzelpersonen oder Gruppen, die eine Idee entwickelt haben, stellen diese im Rahmen des jeweiligen „Settings“ vor.

Natürlich können und sollen auch Ideen ausserhalb bestimmter organisierter Veranstaltungen entwickelt und anschliessend eingereicht werden.

Eine Juryentscheidung findet in dieser Phase noch nicht statt.

Phase II: Konkretisierung der Herausforderung und Entwicklung eines Lösungsansatzes (Sustainable Innovation)

Grundlegende Voraussetzung für die Zulassung zur ersten Selektions-Präsentation ist die Formulierung einer konkreten gesellschaftlichen oder ökologischen Herausforderung und eines innovativen Lösungsansatzes (Sustainable Innovation). Die maximal vier Seiten umfassenden Kurzkonzepte müssen spätestens am 31. Mai ausformuliert vorliegen. Die Geschäftsstelle der SSSC stellt hierfür ein Formular bereit. Auch Studierende oder Studierendengruppen, die ihre innovative Idee im Rahmen einer Lehrveranstaltung oder einem anderen Rahmen entwickelt haben, müssen diese in das Formular übertragen. Die Anforderungen sind Abschnitt Bewertungskriterien zu entnehmen.

Alle Einzelpersonen oder Gruppen, die ein Konzept eingereicht haben, werden jeweils im Juni jeden Jahres zur ersten Selektions-Präsentation eingeladen, während dieser sie die interne Jury innerhalb von zehn Minuten von ihrer Idee überzeugen müssen.

Aus der ersten Selektionsrunde gehen maximal zehn Teilnehmende hervor, die sich für die zweite Selektions-Präsentation (Finalpräsentation) qualifizieren.

Phase III: Professionellen Sustainable Innovation Plan erstellen

Die maximal zehn Teilnehmenden, die in die Finalrunde gelangt sind, müssen nun auf Basis des von ihnen entwickelten Konzepts einen Sustainable Innovation Plan ausarbeiten und ihr Konzept anschliessend innerhalb von zwanzig Minuten einer Finaljury präsentieren.

Das Konzept für die Langversion des Sustainable Innovation Plans wird im Laufe des Frühjahrs 2017 auf der Plattform getlaunched veröffentlicht. Es erlaubt den Teilnehmenden an der Challenge, ihren innovativen Lösungsansatz systematisch auszuarbeiten. Die Arbeiten am Sustainable Innovation Plan müssen spätestens am 30. September eines Jahres abgeschlossen sein.

Die Präsentation findet jeweils im Oktober jeden Jahres vor einer Finaljury statt.

Die von der Finaljury nach einer Finalpräsentation festgelegten drei bestplatzierten Projekte erhalten von der Vorsorgeversicherung Pax gestiftete Preisgelder in Höhe von CHF 10.000 (Rang 1), CHF 6.000 (Rang 2) und CHF 4.000 (Rang 3). Weitere CHF 5.000 werden entweder als Sonderpreis vergeben oder aber an die Projekte auf den Plätzen 4 und 5 ausgeschüttet.

Die Preisgelder sind entweder für die Grünung einer Organisation (Verein, Stiftung, Unternehmen etc.) und/oder zur weiteren Umsetzung eines Projekts (Nonprofit oder Sustainable Business), die Klärung und Weiterentwicklung der Potenziale der eingereichten Projektidee bzw. die Professionalisierung des Umsetzungsplans vorgesehen.

Die Auszeichnungen werden im Rahmen eines öffentlichen Preisverleihungsanlasses übergeben. Die drei für ihre Projekte ausgezeichneten Einzelpersonen oder Gruppen verpflichten sich, an der Preisverleihung persönlich anwesend zu sein.

Für die beiden Phasen der Swiss Student Sustainability Challenge, in denen Juryentscheidungen gefällt werden (Phasen II und III), gelten unterschiedliche Bewertungskriterien.

Konzept des innovativen Lösungsansatzes

Die Konkretisierung des innovativen Lösungsansatzes zur Bewältigung der gesellschaftlichen oder ökologischen Herausforderung soll auf maximal vier A-4 Seiten mindestens die folgenden Angaben enthalten:

  1. Beschreibung der gesellschaftlichen Ausgangslage und der daraus resultierenden Herausforderung(en).
  2. Konkrete Benennung der von dieser Herausforderung betroffenen Einzelpersonen oder Personengruppen bzw. Ökosysteme, ggbf. mit ersten quantifizierenden Angaben zur Abschätzung des Ausmasses und der möglichen Folgen.
  3. Darstellung der eigenen Innovation bzw. des Lösungsansatzes inkl. knapper Beschreibung, welchen konkreten Nutzen die Zielgruppen (oder im Falle einer ökologischen Problemlösung das Ökosystem) haben werden und inwiefern sich der eigene innovative Ansatz von bestehenden Angeboten abhebt.
  4. Erste Schätzungen zu Finanzierung, Ressourcenbedarf und Risiken: Wie gross ist der Kapitalbedarf? Wie soll das Vorhaben (auch dauerhaft) finanziert werden? Welche personellen, materiellen und immateriellen Ressourcen werden benötigt? Welche Risiken birgt das Projekt und wie wird ihnen begegnet?
  5. Zeitplan und erste Meilensteine: Was sind die nächsten geplanten Schritte?

Die Bewertung durch die interne Jury, basierend auf den nachfolgenden Bewertungskriterien (beurteilt auf einer Skala von „sehr gut“ bis „unterdsurchschnittlich“), entscheidet über den Einzug in die Finalrunde. Zu dieser werden maximal 10 Teilnehmende auf der Basis der erreichten Gesamtpunktzahl zugelassen.

Die fünf Bewertungskriterien lauten

  • Herausforderung
  • Innovation/Lösungsansatz
  • Finanzierung/Ressourcenbedarf
  • Zeitplan
  • Präsentation

Beim Kriterium „Herausforderung“ erwartet und bewertet die Jury eine Beschreibung:

  • der gesellschaftlichen Ausgangslage
  • der daraus resultierenden Herausforderung
  • der von dieser Herausforderung betroffenen Einzelpersonen oder Personengruppen bzw. Ökosysteme
  • erster (wenn möglich quantifizierender) Angaben zur Abschätzung des Ausmasses und der möglichen Folgen

Das Kriterium „Innovation/Lösungsansatz“ wird doppelt gewichtet, hier erwartet und bewertet die Jury:

  • eine kurze Darstellung der eigenen Innovation bzw. des Lösungsansatzes
  • eine Beantwortung der Frage, welchen konkreten Nutzen die Zielgruppen (oder im Falle einer ökologischen Problemlösung das Ökosystem) haben werden
  • eine Beantwortung der Frage, inwiefern sich der eigene innovative Ansatz von bestehenden Angeboten abhebt

Beim Kriterium „Finanzierung/Ressourcenbedarf“ erwartet und bewertet die Jury:

  • erste Schätzungen zur Finanzierung (Kapitalbedarf)
  • erste Überlegungen zur dauerhaften Finanzierung
  • erste Abschätzungen zu benötigten personellen, materiellen und immateriellen Ressourcen
  • erste Abschätzung von Risiken

Beim Kriterium „Zeitplan“ erwartet und bewertet die Jury:

  • einen klarer Zeitplan mit den nächsten Schritten
  • die Identifikation der wichtigsten Meilensteine
  • einen realistischen Planungshorizont

Hinsichtlich der Präsentation erwartet und bewertet die Jury insbesondere die Vermittlung einer klaren und verständlichen Kernbotschaft sowie ein professionelles Auftreten.

Die Teilnehmenden erhalten spätestens zwei Wochen nach der ersten Selektions-Präsentation eine schriftliche Rückmeldung über das Ergebnis der Bewertung.

Professionellen Sustainable Innovation Plan erstellen

Die Kriterien für die letzte Phase der Challenge (ab Sommer 2017) werden derzeit noch erarbeitet und den Teilnehmenden an der Swiss Student Sustainability Challenge rechtzeitig bekanntgegeben.