Die SWISS NEXT CHALLENGE orientiert sich in ihrem Verlauf an den drei Phasen der Unternehmensübergabe/Übernahme:

  • Phase I – Schärfung des Vorhabens
  • Phase II – Umsetzung der Übergabe/Übernahme in einen Businessplan
  • Phase III – Businessplan verfeinern

Phase I – Schärfung der Übergabe-/Übernahmeplanung

Erstellung eines Übergabe-/Übernahmekonzepts 

Der erste Schritt im Wettbewerb ist die Formulierung der geplanten Übergabe respektive Übernahme. Es kann sich dabei um einen Management Buy-out bzw. Buy-in, eine Beteiligung oder Übernahme, einen Börsengang, den Verkauf an eine andere Firma bzw. Person, eine Fusion oder eine familieninterne Nachfolge handeln. Auf zwei bis vier A4 Seiten müssen Sie Ihre Idee formulieren.

Phase II – Umsetzung des Vorhabens

Erstellung eines Businessplans

In dieser Phase steht die Realisierbarkeit Ihrer Übergabe/Übernahme im Vordergrund. Sie müssen aufgrund Ihrer bereits konkret formulierten Ideen einen Businessplan im Umfang von maximal 15 Seiten erstellen.

Phase III – Businessplan verfeinern

Erstellung der Finalpräsentation

Sie haben die Aufgabe, eine Präsentation auszuarbeiten, bei welcher die Umsetzung Ihres Projekts im Fokus steht.

Sie präsentieren das Unternehmen und die Umsetzung der Übergabe/Übernahme innerhalb von sieben Minuten der Jury, sowie dem Publikum mit einem Medium, welches Sie selbst wählen können. Die Jury besteht aus Angehörigen der FHNW, der Wirtschaftskammer Baselland und der Basellandschaftlichen Kantonalbank sowie externen Expertinnen und Experten aus Unternehmen und der Zivilgesellschaft.

Für jede der drei Phasen gelten unterschiedliche Bewertungskriterien. Untenstehend finden Sie die Kriterien nach Phasen aufgeteilt.

Phase I – Schärfung der Übergabe-/Übernahmeplanung

Anforderungen

In der ersten Phase müssen Sie Ihre Übergabe/Übernahme-Planung auf zwei bis maximal vier A4-Seiten formulieren. Ihr Konzept muss mindestens die folgenden Aspekte beinhalten:

  • Formulierung einer klaren, aussagekräftigen und verständlichen Vision sowie der Umsetzung (grafisch/visuell)
  • Formulierung der Wünsche und Ziele bezüglich der Übergabe respektive der Übernahme
  • Kurze Beschreibung des Unternehmens
  • Was sind die Gründe für die Übergabe- oder Übernahmeabsichten
  • Rudimentäre Konkurrenzanalyse: Wie gehen unsere Konkurrenten vor? Wie werden Übergaben/Übernahmen in ähnlichen Unternehmungen gehandhabt?
  • Schätzungen zur Finanzierung: Wie gross ist der Kapitalbedarf? Wie wird er finanziert?
  • Schätzungen zum Verkaufserlös?
  • Fahrplan: Was sind die nächsten geplanten Schritte?

Sie erhalten von uns eine Rückmeldung, ob Ihre Ausführungen den Anforderungen genügen oder ob noch nachgebessert werden muss.

Phase II – Umsetzung des Vorhabens

Anforderungen an den Businessplan

Die folgenden möglichen Inhalte des Businessplans müssen dem Charakter des Projekts angepasst werden. Der Fokus liegt dabei auf dem Ist-Zustand der Unternehmung und den vorausschauenden Komponenten (Zukunftsplanung), sowie einer Notfallplanung.

  • Wie sieht der aktuelle Zustand der Unternehmung (Ist-Zustand) aus und wie soll der künftige Zustand des Unternehmens (Soll-Zustand) aussehen?
  • Welche, gegebenenfalls neuen oder veränderten, Unternehmensziele sollen verfolgt werden?
  • Soll das Unternehmen künftig im Stil des bisherigen Inhabers weitergeführt werden oder gibt es Bereiche, die verändert oder neu organisiert werden sollten?
  • Soll das bisherige Erscheinungsbild des Unternehmens so belassen werden oder besteht Bedarf nach einer Veränderung?
  • Sollte die Produktpalette beibehalten, reduziert oder rasch ausgeweitet werden?
  • Kann der Markt weiterhin wie bisher bearbeitet werden oder sind dafür neue Leute und Instrumente einzusetzen?
  • Sollte der Personalbestand unverändert bleiben, reduziert oder aufgestockt werden?
  • Wo besteht Investitionsbedarf und auf welche Weise wären diese zu tätigen?
  • Besteht Veränderungsbedarf am Standort und/oder den Geschäftsräumlichkeiten?
  • Kann das Unternehmen weiterhin mit den bisherigen Geschäftspartnern zusammenarbeiten oder gilt es, neue Kooperationen aufzubauen?
  • Ist die bisherige Rechtsform passend oder müssen Änderungen vorgenommen werden?
  • Reicht die Unternehmensfinanzierung aus, um geplante Investitionsvorhaben umzusetzen und die Umsatzziele zu erreichen oder werden zusätzliche Mittel auf Eigen- oder Fremdkapitalbasis benötigt?

Die Angaben zum Businessplan lehnen sich an das KMU-Portal des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO an. link

Sie erhalten von uns eine Rückmeldung, ob Ihre Ausführungen den Anforderungen genügen oder ob noch nachgebessert werden muss.

Phase III – Businessplan verfeinern

Anforderungen an die Präsentation

7-minütige Vorstellung mit einem Medium eigener Wahl

  • Kurze Auslegung der Unternehmensvision/-philosophie
  • Konkrete Realisierbarkeit und Umsetzung der Übergabe/Übernahme
  • Darstellung der Übergangsregelung
  • Kommunikation (intern, extern)
  • Finanzielle, rechtliche und steuerliche Fragen

Kriterien für die Finalpräsentation

Die Jury bestimmt den/die Gewinner in der Reihenfolge der erreichten Gesamtpunktzahl. Bei Punktegleichheit hat der Vorsitzende der Jury den Stichentscheid.

Unter der Leitung des Jurypräsidenten Herrn Prof. Dr. Arie Hans Verkuil bewertet eine Jury bestehend aus internen und externen Experten die Teilnehmenden anhand festgelegter Kriterien.

Die Jury besteht aus mindestens einem Vertreter der FHNW, der Wirtschaftskammer Baselland und der Basellandschaftlichen Kantonalbank.

Das Team der SWISS NEXT CHALLENGE

Prof. Dr. Rolf-Dieter Reineke, Fachlich-wissenschaftliche Leitung

Rolf-Dieter Reineke ist Dozent am Institut für Unternehmensführung der FHNW. Er hat Volks- und Betriebswirtschaft an der Universität Münster studiert und dort im Fach International Management promoviert.
Er verfügt über eine langjährige Führungs- und Projekterfahrung in Consulting, Training und Forschung im internationalen Kontext.
Als Gründer mehrerer Unternehmen im Dienstleistungsbereich und Consultant in zahlreichen Projekten zur Wirtschaftsförderung verfügt er über praktische Erfahrungen im Entrepreneurship.

lic. phil. Stefan Philippi, Leitung der Geschäftsstelle

Stefan Philippi ist Dozent am Institut für Unternehmensführung der FHNW. Er hat Soziologie, Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie Geschichte an der Universität Basel studiert.
Er verfügt über langjährige Projekt- und Forschungserfahrung im Universitären- und Fachhochschulbereich.
An der Hochschule für Wirtschaft, FHNW ist er als Dozent und in den Teilprojekten SWISS STARTUP, SWISS INNOVATION und SWISS NEXT tätig.

lic. jur. Sven Brüschweiler

Sven Brüschweiler ist Projektleiter in der Wirtschaftskammer Baselland. Er studierte Jura an der Universität Basel und bringt eine langjährige Führungs- und Projekterfahrung im Banking mit und kennt im speziellen die Sicht des Kundenberaters resp. des Kunden.
In der Wirtschaftskammer Baselland ist er als Projektleiter tätig und betreut unter anderem die beiden Teilprojekte vom «Swiss Challenge».

Steering Committee

Daniel Brändlin

Daniel Brändlin ist seit 2010 Mitglied der Geschäftsleitung der Basellandschaftlichen Kantonalbank in Liestal und Leiter des Geschäftsbereichs Firmen & Kredite.
Er ist studierter Nationalökonom und war unter anderem im Firmenkundengeschäft einer Bank, sowie als Finanzchef und Stellvertreter des CEO für die ALLDOS International AG und die Congrex Gruppe tätig.
Darüber hinaus hält er mehrere Verwaltungsratsmandate.
Er präsidiert das Steering Committee der SWISS INNOVATION und SWISS NEXT CHALLENGE.

Landrat Christoph Buser

Christoph Buser ist Direktor der Wirtschaftskammer Baselland in Liestal und leitet dort den Geschäftsbereich KMU-Förderung.
Im Jahr 2007 wurde der FDP-Politiker in den Landrat gewählt, wo er Einsitz in der Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission und in der Umweltschutz- und Energiekommission hat.
Christoph Buser ist Mitglied des Steering Committees und der Jury der SWISS INNOVATION und SWISS NEXT CHALLENGE.

Prof. Dr. Arie Hans Verkuil

Arie Hans Verkuil leitet das Institut für Unternehmensführung an der Hochschule für Wirtschaft FHNW.
Er hat in Wirtschaftsethik promoviert und lehrt Management und Leadership.
Er verfügt über eine langjährige Führungs- und Projekterfahrung in Consulting und Training.
Als Gründer mehrerer Unternehmen im Dienstleistungsbereich verfügt er über praktische Erfahrungen im Entrepreneurship.
Er ist Mitglied des Steering Committees und Vorsitzender der Jury bei SWISS STARTUP, SWISS INNOVATION und SWISS NEXT CHALLENGE.